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METHODIK IM ÜBERBLICK

LEAN Six Sigma,
wenn zwei Methoden
zusammen wirken.

Variation reduzieren. Verschwendung eliminieren. Beides zugleich.

Lean Six Sigma ist die Verbindung zweier Verbesserungsansätze zu einer gemeinsamen Vorgehensweise: Six Sigma senkt mit statistischer Analyse die Streuung eines Prozesses und macht Ergebnisse vorhersagbar. Lean Management entfernt alles, was keinen Wert schafft, und verkürzt so Durchlaufzeiten. Reines Six Sigma fragt „Warum schwankt das Ergebnis?", reines Lean fragt „Warum dauert es so lange?" – Lean Six Sigma beantwortet beide Fragen im selben Projekt, entlang des DMAIC-Zyklus.

Diese Seite ordnet die drei Ansätze ein und führt Sie von dort weiter zu der Belt-Stufe, die zu Ihrer Rolle passt. Jede Belt-Hauptseite erklärt zusätzlich, wie sich die Lean-Variante der jeweiligen Stufe vom klassischen Six-Sigma-Zertifikat unterscheidet.

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 ABGRENZUNG

Six Sigma, LEAN &
LEAN Six Sigma.

Die drei Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet – methodisch sind sie es nicht.
Sie unterscheiden sich in der Ausgangsfrage, im Werkzeugkasten und in der Art, wie
Verbesserung nachgewiesen wird.




Ansatz 01

 

Six Sigma

Datengetriebene Reduktion von Streuung und Fehlern. Ursachen werden statistisch nachgewiesen statt vermutet – jede Verbesserung ist am Prozessergebnis messbar belegt.

  • N
    Fokus: Qualität und Stabilität
  • N
    Vorgehen: DMAIC in fünf Phasen
  • N
    Nachweis: Kennzahlen, Hypothesentests
  • N
    Stärke bei: komplexen, unklaren Ursachen



Ansatz 02

 

LEAN Management

Konsequente Ausrichtung am Kundennutzen. Alles, was keinen Wert schafft – Wartezeit, Bestände, Doppelarbeit, unnötige Wege – wird sichtbar gemacht und entfernt.

  • N
    Fokus: Fluss & Geschwindigkeit
  • N
    Vorgehen: Wertstrom, Kaizen, 5S
  • N
    Nachweis: Durchlaufzeite, Bestände
  • N
    Stärke bei: sichtbaren Stockungen im Prozessablauf



Ansatz 03 | Die Kombination

 

LEAN Six Sigma

Ein Projekt, zwei Perspektiven. Lean-Werkzeuge schaffen früh Tempo und Transparenz, Six-Sigma-Statistik sichert die verbleibenden, tiefer liegenden Ursachen ab. Der Rahmen bleibt DMAIC.

  • N
    Fokus: schnell und stabil
  • N
    Vorgehen: DMAIC + LEAN-Werkzeuge
  • N
    Nachweis: Zeit, Kosten & Qualität
  • N
    Stärke bei: End-to-End Prozesse

Kirterium

Six Sigma

LEAN Management

LEAN Six Sigma

Kernfrage

Warum streut das Ergebnis?

Warum dauert es so lange?

Wo verlieren wir Zeit, und wo Qualität?

Hauptgröße

Variation, Fehlerrate

Durchlaufzeit, Verschwendungen

Beides, gegeneinander abgewogen

Typische Werkzeuge

Messsystemanalyse, Regelkarten,
Hypothesentests, Versuchsplanung

Wertstromanalyse, 5S,
Rüstzeitreduzierung, Kanban

Wertstromanalyse in Measure,
Statistik in Analyse

Datenbedarf

Hoch: ohne belastbare Daten kein Nachweis

Gering: vieles ist direkt beobachtbar

Gestuft: erst beobachten, dann messen

Typische Laufzeit

Mehrere Monate je Projekt

Tage bis Wochen je Maßnahme

Schnelle Erfolge früh | Absicherung später

Passt, wenn ...

... Ursachen unklar sind  und
Qualität schankt

... der Ablauf stockt und
Ursachen offensichtlich sind

... ein Prozess sowohl langsam als 
auch unzuverlässig ist





DIE METHODIK

Wie LEAN im DMAIC-Zyklus andockt

Lean Six Sigma ist kein dritter, konkurrierender Zyklus.
Es bleibt bei DMAIC und in jeder Phase kommen zusätzlich Lean-Werkzeuge zum Einsatz, dort wo sie schneller zum Ziel führen als eine statistische Analyse.

D
01

Define

Problem & Ziel klar definieren

+ LEAN: Vallue & Kundentakt

M
02

Measure

IST-Zustand erfassen

+ LEAN: Werststromerfassung, Makigami

A
03

Analyse

Ursachen datenbasiert finden

+ LEAN: Wertstromanalyse & Verswendungsarten

I
04

Improve

Lösungen entwickeln & testen

+ LEAN: Pull, Flow, Rüstzeiten und 5S

C
05

Control

Erfolg dauerhaft sichern

+ LEAN: Standardisierung





WEITERFÜHREND

Welche Belt Stufe passt
zu Ihnen?

Lean Six Sigma wird nicht als eigene Qualifikation ausgebildet, sondern innerhalb der Belt-Stufen vermittelt.
Auf jeder Belt-Hauptseite finden Sie im Zertifikats-Vergleichsblock zusätzlich die Abgrenzung zur LEAN-Variante der jeweiligen Stufe.




Stufe 01

 

Six Sigma Yellow Belt

Das Fundament der Methodik

Die Stufe für alle, die in Verbesserungsprojekte mitarbeiten. DMAIC verstehen, im TEAM beitragen, erste Werkezuge sicher anwenden. Aus LEAN und Six Sigma

Dort ebenfalls erklärt:
Wann der LEAN Six Sigma Yellow Belt die besserer Wahl ist.




Stufe 02

 

Six Sigma Green Belt

Projekte führen, Daten lesen

Die meistgewählte Qualifikation. Hier wird LEAN Six Sigma in der Praxis greifbar: Sie leiten eigene Projekte, verbinden Wertstromdenken mit statistischer Analyse und weisen Wirkung nach.

Dort ebenfalls erklärt:
LEAN Six Sigma Green Belt im Zertifikats-Vergleich




Stufe 03

 

Six Sigma Black Belt

Die Königsdisziplin

Für komplexe, bereichsübergreifende Transformationen: fortgeschrittene Statistik, Versuchsplanung, Change Management und die Synthese von LEAN und Six Sigma auf Programmebene.

Dort ebenfalls erklärt:
LEAN Six Sigma Black Belt und die Anrechnung von Vorstufen





LEAN AKADEMIE DEUTSCHLAND®

Sie suchen reines LEAN Management, ohne Six-Sigma-Statistik?

Nicht jede Organisation braucht Hypothesentests und Versuchsplanung. Wenn Ihr Ziel kürzere Durchlaufzeiten, aufgeräumte Abläufe und eine gelebte Verbesserungskultur ist, führt der direkte Weg über die reinen Lean-Qualifikationen – Wertstrom, Kaizen, 5S, Shopfloor Management.

REINES LEAN

Wertstrom, Kaizen, 5S, Standardarbeit – ohne statistischen Nachweis.

LEAN Six Sigma

Dieselben Lean-Werkzeuge, eingebettet in den DMAIC-Zyklus mit Datenanalyse.

REINES Six Sigma

Statistische Ursachenanalyse für Probleme, die man nicht sehen kann.





HÄUFIGE FRAGEN

LEAN Six Sigma,
kurz beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen Six Sigma und Lean Six Sigma?

Six Sigma reduziert die Streuung eines Prozesses mit statistischen Methoden und macht Ergebnisse dadurch vorhersagbar. Lean Six Sigma ergänzt diesen Ansatz um die Lean-Perspektive: Zusätzlich zur Variation wird die Verschwendung im Ablauf betrachtet – Wartezeiten, Bestände, unnötige Schritte. Der methodische Rahmen bleibt in beiden Fällen der DMAIC-Zyklus; Lean Six Sigma nutzt in jeder Phase zusätzlich Lean-Werkzeuge wie die Wertstromanalyse.

Brauche ich zuerst Lean-Kenntnisse, um Six Sigma zu lernen?

Nein. Die Belt-Ausbildungen setzen keine Lean-Vorkenntnisse voraus. Die relevanten Lean-Werkzeuge werden innerhalb der jeweiligen Stufe vermittelt, dort wo sie im DMAIC-Zyklus gebraucht werden. Wer bereits Lean-Erfahrung mitbringt, erkennt vieles wieder und ordnet es methodisch ein – ein Vorteil, aber keine Bedingung.

Ist Lean Six Sigma ein eigenes Zertifikat?

Lean Six Sigma ist keine separate Zertifizierungsschiene, sondern eine Ausprägung der bestehenden Belt-Stufen. Zertifiziert wird die Stufe – White, Yellow, Green oder Black Belt –, und je nach Programm mit oder ohne ausgeprägten Lean-Anteil. Ist der LEAN Anteil mit in Ihrer Zertifizierung, dann wird dies auf dem Zertifikat ausgewiesen und Sie erhalten z.B. ein LEAN Six Sigma Green Belt Zertifikat. Welche Variante zu Ihrer Rolle passt, ist auf der jeweiligen Belt-Hauptseite im Zertifikats-Vergleich dargestellt.

Wann ist reines Lean die bessere Wahl?

Immer dann, wenn die Ursachen eines Problems sichtbar und unstrittig sind: Der Ablauf stockt an einer bekannten Stelle, Material liegt herum, Arbeitsplätze sind nicht standardisiert. Hier führt Lean schneller zum Ergebnis als eine statistische Analyse. Sobald Qualität ohne erkennbaren Grund schwankt oder mehrere Faktoren zusammenwirken, braucht es die Six-Sigma-Seite.

Ist Lean Six Sigma auch außerhalb der Produktion sinnvoll?

Ja. Verwaltung, Finanzwesen, Gesundheitswesen, IT-Service und Logistik arbeiten ebenfalls in Prozessen mit Durchlaufzeiten, Fehlerquoten und Rückfragen. Die Werkzeuge bleiben dieselben, nur die Messgrößen ändern sich: statt Ausschussquote etwa Bearbeitungsdauer, Nacharbeitsrate oder Erstlösungsquote.