METHODIK IM ÜBERBLICK
LEAN Six Sigma,
wenn zwei Methoden
zusammen wirken.
Variation reduzieren. Verschwendung eliminieren. Beides zugleich.
Lean Six Sigma ist die Verbindung zweier Verbesserungsansätze zu einer gemeinsamen Vorgehensweise: Six Sigma senkt mit statistischer Analyse die Streuung eines Prozesses und macht Ergebnisse vorhersagbar. Lean Management entfernt alles, was keinen Wert schafft, und verkürzt so Durchlaufzeiten. Reines Six Sigma fragt „Warum schwankt das Ergebnis?", reines Lean fragt „Warum dauert es so lange?" – Lean Six Sigma beantwortet beide Fragen im selben Projekt, entlang des DMAIC-Zyklus.
Diese Seite ordnet die drei Ansätze ein und führt Sie von dort weiter zu der Belt-Stufe, die zu Ihrer Rolle passt. Jede Belt-Hauptseite erklärt zusätzlich, wie sich die Lean-Variante der jeweiligen Stufe vom klassischen Six-Sigma-Zertifikat unterscheidet.
ISO 13053 & 18404 • 20+ Jahre Erfahrung • 98 % Weiterempfehlung • 300+ Unternehmenspartner • LEAN Master Black Belt Trainer • DMAIC-Standard • ISO 13053 & 18404 • 20+ Jahre Erfahrung • 98 % Weiterempfehlung • 300+ Unternehmenspartner • LEAN Master Black Belt Trainer • DMAIC-Standard• ISO 13053 & 18404 • 20+ Jahre Erfahrung • 98 % Weiterempfehlung • 300+ Unternehmenspartner • LEAN Master Black Belt Trainer • DMAIC-Standard
ABGRENZUNG
Six Sigma, LEAN &
LEAN Six Sigma.
Die drei Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet – methodisch sind sie es nicht.
Sie unterscheiden sich in der Ausgangsfrage, im Werkzeugkasten und in der Art, wie
Verbesserung nachgewiesen wird.
Ansatz 01
Six Sigma
Datengetriebene Reduktion von Streuung und Fehlern. Ursachen werden statistisch nachgewiesen statt vermutet – jede Verbesserung ist am Prozessergebnis messbar belegt.
- Fokus: Qualität und Stabilität
- Vorgehen: DMAIC in fünf Phasen
- Nachweis: Kennzahlen, Hypothesentests
- Stärke bei: komplexen, unklaren Ursachen
Ansatz 02
LEAN Management
Konsequente Ausrichtung am Kundennutzen. Alles, was keinen Wert schafft – Wartezeit, Bestände, Doppelarbeit, unnötige Wege – wird sichtbar gemacht und entfernt.
- Fokus: Fluss & Geschwindigkeit
- Vorgehen: Wertstrom, Kaizen, 5S
- Nachweis: Durchlaufzeite, Bestände
- Stärke bei: sichtbaren Stockungen im Prozessablauf
Ansatz 03 | Die Kombination
LEAN Six Sigma
Ein Projekt, zwei Perspektiven. Lean-Werkzeuge schaffen früh Tempo und Transparenz, Six-Sigma-Statistik sichert die verbleibenden, tiefer liegenden Ursachen ab. Der Rahmen bleibt DMAIC.
- Fokus: schnell und stabil
- Vorgehen: DMAIC + LEAN-Werkzeuge
- Nachweis: Zeit, Kosten & Qualität
- Stärke bei: End-to-End Prozesse
Kirterium
Six Sigma
LEAN Management
LEAN Six Sigma
Kernfrage
Warum streut das Ergebnis?
Warum dauert es so lange?
Wo verlieren wir Zeit, und wo Qualität?
Hauptgröße
Variation, Fehlerrate
Durchlaufzeit, Verschwendungen
Beides, gegeneinander abgewogen
Typische Werkzeuge
Messsystemanalyse, Regelkarten,
Hypothesentests, Versuchsplanung
Wertstromanalyse, 5S,
Rüstzeitreduzierung, Kanban
Wertstromanalyse in Measure,
Statistik in Analyse
Datenbedarf
Hoch: ohne belastbare Daten kein Nachweis
Gering: vieles ist direkt beobachtbar
Gestuft: erst beobachten, dann messen
Typische Laufzeit
Mehrere Monate je Projekt
Tage bis Wochen je Maßnahme
Schnelle Erfolge früh | Absicherung später
Passt, wenn ...
... Ursachen unklar sind und
Qualität schankt
... der Ablauf stockt und
Ursachen offensichtlich sind
... ein Prozess sowohl langsam als
auch unzuverlässig ist
DIE METHODIK
Wie LEAN im DMAIC-Zyklus andockt
Lean Six Sigma ist kein dritter, konkurrierender Zyklus.
Es bleibt bei DMAIC und in jeder Phase kommen zusätzlich Lean-Werkzeuge zum Einsatz, dort wo sie schneller zum Ziel führen als eine statistische Analyse.
01
Define
Problem & Ziel klar definieren
+ LEAN: Vallue & Kundentakt
02
Measure
IST-Zustand erfassen
+ LEAN: Werststromerfassung, Makigami
03
Analyse
Ursachen datenbasiert finden
+ LEAN: Wertstromanalyse & Verswendungsarten
04
Improve
Lösungen entwickeln & testen
+ LEAN: Pull, Flow, Rüstzeiten und 5S
05
Control
Erfolg dauerhaft sichern
+ LEAN: Standardisierung
WEITERFÜHREND
Welche Belt Stufe passt
zu Ihnen?
Lean Six Sigma wird nicht als eigene Qualifikation ausgebildet, sondern innerhalb der Belt-Stufen vermittelt.
Auf jeder Belt-Hauptseite finden Sie im Zertifikats-Vergleichsblock zusätzlich die Abgrenzung zur LEAN-Variante der jeweiligen Stufe.
Stufe 01
Six Sigma Yellow Belt
Das Fundament der Methodik
Die Stufe für alle, die in Verbesserungsprojekte mitarbeiten. DMAIC verstehen, im TEAM beitragen, erste Werkezuge sicher anwenden. Aus LEAN und Six Sigma
Dort ebenfalls erklärt:
Wann der LEAN Six Sigma Yellow Belt die besserer Wahl ist.
Stufe 02
Six Sigma Green Belt
Projekte führen, Daten lesen
Die meistgewählte Qualifikation. Hier wird LEAN Six Sigma in der Praxis greifbar: Sie leiten eigene Projekte, verbinden Wertstromdenken mit statistischer Analyse und weisen Wirkung nach.
Dort ebenfalls erklärt:
LEAN Six Sigma Green Belt im Zertifikats-Vergleich
Stufe 03
Six Sigma Black Belt
Die Königsdisziplin
Für komplexe, bereichsübergreifende Transformationen: fortgeschrittene Statistik, Versuchsplanung, Change Management und die Synthese von LEAN und Six Sigma auf Programmebene.
Dort ebenfalls erklärt:
LEAN Six Sigma Black Belt und die Anrechnung von Vorstufen
LEAN AKADEMIE DEUTSCHLAND®
Sie suchen reines LEAN Management, ohne Six-Sigma-Statistik?
Nicht jede Organisation braucht Hypothesentests und Versuchsplanung. Wenn Ihr Ziel kürzere Durchlaufzeiten, aufgeräumte Abläufe und eine gelebte Verbesserungskultur ist, führt der direkte Weg über die reinen Lean-Qualifikationen – Wertstrom, Kaizen, 5S, Shopfloor Management.
REINES LEAN
Wertstrom, Kaizen, 5S, Standardarbeit – ohne statistischen Nachweis.
LEAN Six Sigma
Dieselben Lean-Werkzeuge, eingebettet in den DMAIC-Zyklus mit Datenanalyse.
REINES Six Sigma
Statistische Ursachenanalyse für Probleme, die man nicht sehen kann.
HÄUFIGE FRAGEN
LEAN Six Sigma,
kurz beantwortet.
Was ist der Unterschied zwischen Six Sigma und Lean Six Sigma?
Six Sigma reduziert die Streuung eines Prozesses mit statistischen Methoden und macht Ergebnisse dadurch vorhersagbar. Lean Six Sigma ergänzt diesen Ansatz um die Lean-Perspektive: Zusätzlich zur Variation wird die Verschwendung im Ablauf betrachtet – Wartezeiten, Bestände, unnötige Schritte. Der methodische Rahmen bleibt in beiden Fällen der DMAIC-Zyklus; Lean Six Sigma nutzt in jeder Phase zusätzlich Lean-Werkzeuge wie die Wertstromanalyse.
Brauche ich zuerst Lean-Kenntnisse, um Six Sigma zu lernen?
Nein. Die Belt-Ausbildungen setzen keine Lean-Vorkenntnisse voraus. Die relevanten Lean-Werkzeuge werden innerhalb der jeweiligen Stufe vermittelt, dort wo sie im DMAIC-Zyklus gebraucht werden. Wer bereits Lean-Erfahrung mitbringt, erkennt vieles wieder und ordnet es methodisch ein – ein Vorteil, aber keine Bedingung.
Ist Lean Six Sigma ein eigenes Zertifikat?
Lean Six Sigma ist keine separate Zertifizierungsschiene, sondern eine Ausprägung der bestehenden Belt-Stufen. Zertifiziert wird die Stufe – White, Yellow, Green oder Black Belt –, und je nach Programm mit oder ohne ausgeprägten Lean-Anteil. Ist der LEAN Anteil mit in Ihrer Zertifizierung, dann wird dies auf dem Zertifikat ausgewiesen und Sie erhalten z.B. ein LEAN Six Sigma Green Belt Zertifikat. Welche Variante zu Ihrer Rolle passt, ist auf der jeweiligen Belt-Hauptseite im Zertifikats-Vergleich dargestellt.
Wann ist reines Lean die bessere Wahl?
Immer dann, wenn die Ursachen eines Problems sichtbar und unstrittig sind: Der Ablauf stockt an einer bekannten Stelle, Material liegt herum, Arbeitsplätze sind nicht standardisiert. Hier führt Lean schneller zum Ergebnis als eine statistische Analyse. Sobald Qualität ohne erkennbaren Grund schwankt oder mehrere Faktoren zusammenwirken, braucht es die Six-Sigma-Seite.
Ist Lean Six Sigma auch außerhalb der Produktion sinnvoll?
Ja. Verwaltung, Finanzwesen, Gesundheitswesen, IT-Service und Logistik arbeiten ebenfalls in Prozessen mit Durchlaufzeiten, Fehlerquoten und Rückfragen. Die Werkzeuge bleiben dieselben, nur die Messgrößen ändern sich: statt Ausschussquote etwa Bearbeitungsdauer, Nacharbeitsrate oder Erstlösungsquote.